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Die Methode

Die KLAR-Methode

nach Glaubitz · Verstehen sichtbar machen

KLAR ist ein ritualisierter, diagnosegeleiteter Stundenablauf in vier Schritten. Er macht Verstehen nicht nur zum Ziel, sondern sichtbar – durch Diagnose statt Bauchgefühl, durch sichtbares Schülerdenken statt Vorzeigen, durch Messung statt Hoffnung. Aus über drei Jahrzehnten Unterricht, Lehrerausbildung und Schulleitung.

Vier Schritte, ein Kreislauf

Jeder Buchstabe steht für eine Phase – und für eine Art, Verstehen sichtbar zu machen.

K

Klären · Lernstand sichtbar machen

Bevor neuer Stoff kommt, wird sichtbar, was die Klasse schon trägt. Eine kurze, pseudonyme Vorab-Diagnose zeigt pro Kompetenz, wo Lücken sitzen – und steuert das kurze Klassen-Quiz zu Stundenbeginn. Sie unterrichten nicht ins Blaue, sondern auf Datenbasis.

L

Lösen lassen · Denken sichtbar machen

Ein Problem, das die Klasse mit ihrem Vorwissen fast lösen kann, eröffnet die Stunde. In der Schülerphase entstehen echte Denkwege – auch Irrwege. Nicht die Lehrkraft erklärt zuerst; die Lernenden ringen, und ihr Denken wird zum eigentlichen Material des Unterrichts.

A

Abgleichen · Lösungen verbinden

Ausgewählte Schülerlösungen werden in bewusster Reihenfolge präsentiert und aufeinander bezogen – nach den 5 Practices: anticipate, monitor, select, sequence, connect. Vom Irrweg zur tragfähigen Idee: Die Klasse sieht, warum etwas funktioniert, nicht nur dass.

R

Rückkopplung · Verstehen prüfen

Der Tafelanschrieb sichert das Ergebnis sichtbar aus den präsentierten Lösungen. Ein kurzer Exit-Check misst am Stundenende, ob die Ziel-Kompetenzen jetzt tragen – und speist die nächste Stunde. Der Kreis schließt sich und beginnt von vorn.

So sieht eine Stunde aus

Ein ritualisierter 60-Minuten-Ablauf. Die Klasse kennt das Muster – das schafft Sicherheit und macht den Kopf frei für den Inhalt.

  1. K

    Klären. Vorab-Diagnose als Hausaufgabe (pseudonym), daraus ein Klassen-Quiz zur Wiederholung und die kurze Klärung der größten Stolpersteine.

  2. L

    Lösen lassen. Einstieg über ein Problem, das fast lösbar ist – dann die eigenständige Schülerphase, in der echte Denkwege entstehen.

  3. A

    Abgleichen. Ausgewählte Lösungen werden in bewusster Reihenfolge präsentiert und verbunden – vom Irrweg zur tragfähigen Idee.

  4. R

    Rückkopplung. Sicherung an der Tafel, dann ein Exit-Check, der misst, ob die Ziel-Kompetenzen jetzt tragen – und die nächste Stunde steuert.

Diagnose statt Bauchgefühl – datensparsam

Das Herz der Methode ist die Messung: Jede Diagnose-Frage ist einer Kompetenz zugeordnet, jede falsche Antwort einem typischen Denkfehler. So zeigt die Verteilung der Antworten, wo die Klasse wirklich steht. Die Auswertung läuft lokal – Schülerantworten werden nur über eine Listennummer zugeordnet, es verlassen keine personenbezogenen Daten den Rechner.

Bleiben Sie dran

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