Über
Dr. Michael Glaubitz
Mathematik & Physik · Lehrerausbildung · Schulleitung
Ich unterrichte seit über 30 Jahren Mathematik und Physik – und habe das Fach aus nahezu jeder Perspektive erlebt, die das Schulsystem kennt: an verschiedenen Gymnasien im Klassenzimmer, als Dozent in der universitären Lehrerausbildung für Primar- und Sekundarstufe, als schulfachlicher Koordinator, als Fachleiter Mathematik am Studienseminar und als Direktor eines Gymnasiums.
Diese Seite führt zusammen, was in diesen Rollen entstanden ist: forschungsgestützte Mathematik-Didaktik, übersetzt in Material, das im Unterricht trägt – Aufgabenfolgen, diagnostische Fragen und Reflexionen, die zeigen, wie Lernende denken, nicht nur ob sie richtig rechnen.
Was Sie hier finden
- Das KLAR-Konzept – der diagnosegeleitete Stundenablauf, nach dem hier gearbeitet wird: Klären, Lösen lassen, Abgleichen, Rückkoppeln. Vollständige Unterrichtsentwürfe nach diesem Konzept gebe ich auf Anfrage weiter – schreiben Sie mir.
- Themen – didaktische Einordnung pro Stoffgebiet, nach Jahrgangs-Clustern, mit verknüpften Aufgaben, Quizzes und Blog-Beiträgen.
- Aufgabensammlung – Aufgabenfolgen mit Lösungswegen und Begründungen, gebaut nach den Prinzipien der Variation Theory.
- Diagnostische Fragen – Multiple-Choice-Fragen, in denen jede falsche Antwort einem typischen Denkfehler entspricht.
- Blog – Reflexionen zu Forschung, Methodik und Praxis – von Bruner und Skemp bis Productive Failure und Retrieval Practice.
Haltung
Diese Seite stützt sich auf echte Forschung – welche das ist, will ich hier offenlegen.
Dass Wissen nicht durch bloßes Anschauen entsteht, sondern durch Abruf, haben
Roediger und Karpicke belegt. Dass verteiltes Üben dem geblockten
überlegen ist und dass die wirksamen Schwierigkeiten die
erwünschten sind, verdanken wir Robert und Elizabeth Bjork. Dass
Anfänger von ausgearbeiteten Lösungsbeispielen mehr haben als vom freien
Problemlösen, hat John Sweller mit der Cognitive Load Theory erklärt und
Alexander Renkl für den Unterricht ausbuchstabiert; Doug Rohrers Arbeiten
zum verschachtelten Üben sind eigens am Mathematikunterricht entstanden.
Bei Daniel Willingham steht der Satz, an dem sich jede Aufgabe messen
lassen muss: Memory is the residue of thought.
Worüber also sollen unsere Schülerinnen und Schüler im Unterricht nachdenken?! Und Peter
Liljedahl hat in Building Thinking Classrooms untersucht, was in
einer Mathematikstunde überhaupt dazu führt, dass gedacht wird – und wie
wenig das mit dem zu tun hat, was gemeinhin dafür gehalten wird.
Craig Bartons mrbartonmaths.com hat vorgemacht, dass sich das zu einer Praxis fügen kann statt zu einer Literaturliste. Diese Seite versucht dasselbe für den deutschsprachigen Mathematikunterricht.
Die Texte und Aufgaben sind eigene Arbeiten; die zugrunde liegenden Konzepte sind Allgemeingut – und sollen es bleiben.
Lizenz & Nutzung
Sofern nicht anders gekennzeichnet, stehen die Inhalte unter CC BY-SA 4.0. Sie dürfen sie kostenlos im Unterricht einsetzen, anpassen und teilen – mit Quellenangabe und unter gleichen Bedingungen.
Kontakt
Anregungen, Fehler, Materialwünsche? Schreiben Sie mir an kontakt@mathematik-unterrichten.de.