Diagnostische Fragen
2–4 MinutenEine Multiple-Choice-Frage, bei der jede falsche Antwort eine bestimmte Fehlvorstellung verrät.
Wofür
Wenn Sie wissen müssen, ob die Klasse den nächsten Schritt trägt – und zwar bevor Sie ihn gehen. Eine gute diagnostische Frage unterscheidet nicht „richtig“ von „falsch“, sondern zeigt, welcher Denkfehler dahintersteckt.
Stolperstein
Distraktoren, die niemand wählt, sind wertlos. Wenn 90 % der falschen Antworten auf eine Option fallen, ist die Frage gut – die anderen Optionen kann man ersetzen.
So starten Sie morgen früh
- 1 Eine Frage wählen, deren Distraktoren je einen typischen Fehler abbilden (nicht: irgendwelche falschen Zahlen).
- 2 Alle antworten gleichzeitig – Mini-Whiteboard, Finger (A = 1 Finger) oder Abstimmkarten. Kein Melden.
- 3 Nach der Verteilung entscheiden: über 80 % richtig → weiter; unter 50 % → gemeinsam neu ansetzen; dazwischen → zweite Runde mit veränderter Aufgabe.
Woher wir das wissen: Dylan Wiliam beschreibt solche „Hinge Questions“ als Kern formativen Assessments; Craig Barton hat das Format für den Mathematikunterricht systematisiert (Diagnostic Questions).